Vorlesepaten

Treff der Vorlesepaten

Sechs Kinder und kein Störenfried

Einmal im Jahr lädt der Förderverein der Stadtbücherei die ehrenamtlichen Vorlesepaten zum gemeinsamen Austausch ein. Im Cafe F diskutierten sie über die Aktualität von Märchen, teilten Ideen zur Gestaltung einer Vorlesestunde und begrüßten eine neue Vorlesekollegin.

Reger Austausch beim Treff der LesepatenBisher kam sie nie umsonst, auch wenn die Kinder gerade kickten, kletterten oder in der Sonne spielten. So berichtete eine Lesepatin, die einmal in der Woche im Kinderhaus St. Nikolaus in Pulheim-Brauweiler vorliest.

Ingrid Ley, die 1. Vorsitzende des Fördervereins und Manfred Gerten, Leiter der Stadtbücherei, würdigten das Engagement der Vorleserinnen in den Pulheimer Kindergärten und nahmen Anregungen für Fortbildungen auf.

„Lies mir vor!“

Im mittelalterlichen Gewand gekleidet und mit Büchern über Ritter und Schlossgespenster aus der Stadtbücherei ausgestattet, folgte eine andere Lesepatin der Einladung zum Mittelalterfest, wohlwissend, dass sie mit Ritterspiel und Rittermahl starke Konkurrenz haben wird.

Umso überraschter war sie, als die Kinder von einer Lesestunde zur anderen immer näher rückten, um den Geschichten zu lauschen. „Lies mir noch vor!“, bat sie ein Junge am Ende des Mittelalterfestes.

Lesen, zeigen und erzählen

Sechs bis acht Kinder scharen sich meist um die Vorlesepatin in der Kita „Arche“,  „…und da ist kein Störenfried dabei“, erzählt sie. Die meisten Lesepaten vermitteln bereits seit vielen Jahren in den Pulheimer Kitas die Freude am Zuhören und Lesen. Sie wissen inzwischen, wie man auch bei vierjährigen Jungen und Mädchen die Konzentration aufs Zuhören entwickelt. Lesen-zeigen-erzählen lassen, so betreiben die Vorleserinnen aktive Leseförderung.

Interessenten – Männer wie Frauen – für die ehrenamtliche Arbeit als Vorlesepaten, aber auch Einrichtungen, die noch Vorlesepaten suchen, können gern Kontakt mit dem Förderverein aufnehmen.